Zielgerichtete Therapie bei Kopf-Hals-Karzinomen mit Stammzellcharakter

Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome zeichnen sich durch hohe Heterogenität, Aggressivität und Rezidiv-Neigung aus. Leider sind gerade die effektiven, konservativen Behandlungsoptionen gleichzeitig limitiert, so dass hier ein hoher Bedarf an zielgerichteten Therapiealternativen besteht.

Im Fokus der Studie, durchgeführt von Prof. Dr. Jörg Schipper und PD Dr. Kathrin Scheckenbach, HNO-Klinik, in Kooperation mit Prof. Dr. Walter Birchmeier, Max-Delbrück Centrum für Molekulare Medizin, Berlin, steht die translationale Anwendung innovativer zielgerichteter Therapeutika, die primär gegen Tumorzellen mit Stammzellcharakter gerichtet sind. Ziel ist die Vorbereitung und Prüfung neuer Therapieoptionen für potentiell folgende klinische Studien. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Studie über drei Jahre mit insgesamt 212.300 Euro.

Die Mehrzahl der Kopf-Hals-Tumoren sind Plattenepithelkarzinome. Sie können in Mundhöhle, Oropharynx, Hypopharynx und Larynx entstehen sowie in der Nase, den Nasennebenhöhlen und den Speicheldrüsen. Neben der Chirurgie stehen derzeit Kombinationen aus Bestrahlung- und Chemotherapie sowie die Immuntherapie zur Verfügung. Diese Therapieoptionen sind leider limitiert und zeigen oft einschränkende Nebenwirkungen.

Darüber hinaus sind zielgerichtete, molekulare Behandlungsmöglichkeiten derzeit nicht standardmäßig etabliert. Da Tumorzellen mit Stammzellcharakter entscheidend zur Outcome-relevanten Metastasierungs- und Rezidiv-Neigung beitragen, stehen sie im Fokus des klinisch-orientierten Ansatzes zur zielgerichteten Therapie des vorliegenden Twining-Projektes der Forschungsgruppen in Düsseldorf und Berlin.

„Small molecules“, die gegen onkogen aktive, zelluläre Ziele gerichtet sind, werden immer häufiger in der Therapie eingesetzt. Spezifische Signalwege bieten hier eine Vielzahl potentieller Angriffspunkte. Im vorliegenden Projekt werden innovative, kleinmolekulare Inhibitoren gegen einzelne oder mehrere Angriffspunkte des Wnt-Signalwegs in vitro in charakterisierten menschlichen Tumorzellen, 3-dimensionalen Tumorzellmodellen und in vivo in Mausexperimenten untersucht.

(Text/Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
 
 

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