Wenn Roboter Gefühle erkennen

Wer kennt nicht die Angst vor einem Bewerbungsgespräch. Damit diese Situation noch besser trainiert werden kann, haben Wissenschaftler jetzt einen neuartigen virtuellen Jobtrainer entwickelt. Ein Avatar erkennt in Echtzeit soziale und emotionale Signale des Bewerbers, deutet diese und passt sein Verhalten im simulierten Bewerbungsgespräch dem Gegenüber an. Dadurch können subjektive und situative Verhaltensweisen authentischer geübt werden. Die unter Leitung des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz entwickelte Demoversion ist ein Beispiel für Systeme mit Emotionserkennung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und jetzt in Bonn vorgestellt wurden.

„Wir wollen, dass Maschinen dem Menschen alltägliche Dinge abnehmen können. Technik soll Freiräume schaffen, entlasten und uns unterstützen. Es wird interessant sein zu sehen, wie das funktioniert, wenn die Technik menschliche Emotionen erkennen und richtig deuten kann“, sagt Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF. Das Zusammenwirken von Menschen mit Technik erfordert oftmals den Austausch von oft sensiblen Informationen. „Der sichere Umgang mit Daten ist deshalb ein zentrales Thema bei allen Entwicklungen. Ebenso gehören ethische, rechtliche und soziale Fragen zu allen technischen Überlegungen untrennbar dazu. Der Mensch muss die Entwicklungen leiten und gestalten“, so Schütte.

Die Technologie hinter der Emotionserkennung verwendet bekannte Sensoren wie Mikrophone und Kamerabilder. Anhand von Stimme, Sprache, Mimik und anderen Faktoren wie Blickrichtungen und Posen erkennt das System, in welcher emotionalen Lage der Nutzer sich befindet. So kann das Assistenzsystem in Echtzeit unterstützende Hinweise oder Erinnerungen geben. Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie ergeben sich in vielen Lebensbereichen, beispielsweise für Bewerbungs- und Sprachtrainings, in der Fahrzeugkommunikation, im Gesundheits- und Pflegebereich bis hin zur Tätigkeit von Fluglotsen.

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung)

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