US-Zulassung der CAR-T-Zelltherapie: Die teuerste Krebsbehandlung aller Zeiten

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals eine CAR-T-Zelltherapie zur Krebshandlung zugelassen. Das Präparat Kymriah (Tisagenlecleucel) darf bei Patienten im Alter unter 25 Jahren eingesetzt werden, die an einer lympho­blastischen Leukämie (ALL) aus B-Vorläuferzellen erkrankt sind, wenn frühere Thera­pien unwirksam waren oder es zum zweiten Mal zu einem Rückfall gekommen ist. Mit Behandlungskosten von 450.000 US-Dollar für eine einzige Infusion dürfte es die bisher teuerste Krebsbehandlung sein. Der Hersteller will die Kosten nur im Erfolgsfall in Rechnung stellen.

Für die CAR-T-Zelltherapie werden zunächst per Leukapherese T-Zellen aus dem Blut des Patienten isoliert. Im Labor werden die T-Zellen dann mit dem Gen für einen chimären Antigenrezeptor (CAR) versehen. Der CAR soll den T-Zellen später das Erkennen von CD19-Merkmalen auf der Oberfläche von B-Zellen erleichtern. Die CAR-T-Zellen werden zunächst in Kulturen vermehrt und den Patienten dann über eine einzelne Infusion zurückübertragen.

Im Prinzip kann die Therapie bei allen Krebserkrankungen eingesetzt werden, die sich von B-Zellen ableiten. Dazu gehören Untergruppen der ALL, das multiple Myelom, sowie einige Non-Hodgkin-Lymphome. In all diesen Indikationen wurden in den letzten Jahren Behandlungsversuche durchgeführt, teilweise mit guten Langzeitergebnissen.

In der Öffentlichkeit bekannt wurde die Behandlung eines sechsjährigen Mädchens, das an einer B-Vorläuferzell-ALL erkrankt war: Nachdem alle früheren Therapie­optionen ausgeschöpft waren, erhielt das Kind 2012 am Kinderkrankenhaus von Philadelphia eine CAR-T-Zelltherapie. Das Mädchen ist seither ohne Rezidiv.

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(Quelle: © rme/aerzteblatt.de)
 
 

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