Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet "Interaktive Systeme in virtuellen und realen Räumen – Innovative Technologien für ein gesundes Leben"

Hintergrund
Das BMBF fördert in dieser Bekanntmachungsreihe die Entwicklung interaktiver Systeme in virtuellen und realen Räumen im Rahmen der Themenfelder des MTI-Forschungsprogramms. Der erste Förderschwerpunkt dieser Bekanntmachungsreihe beinhaltet Entwicklungen im Themenfeld "Gesundes Leben".

Die Digitalisierung ermöglicht vielfältige neue Lösungen der MTI zur realitätsnahen Kommunikation, Kooperation und zum Erfahrungs- sowie Kompetenzaustausch zwischen Menschen auch über Distanzen hinweg. Gesundheitsanwendungen werden davon in hohem Maße profitieren. Mit Hilfe solcher MTI-Systeme ist eine Weitergabe medizinischer Expertise nahezu unabhängig von zeitlichen und räumlichen Limitationen möglich. Ein Anwendungsszenario könnte beispielsweise die maßstabsgetreue Planung und Simulation komplexer Operationsmethoden in Echtzeit sein. Auch wäre es mit solchen Systemen möglich, auf externes Expertenwissen zurückzugreifen sowie fachärztliche Konzile, Arztbesuche und medizinische Untersuchungen standortunabhängig zu jeder Zeit durchzuführen und so zu einer Verbesserung der ärztlichen Versorgungsqualität beizutragen.

Die aktuell genutzten Systeme werden ihrem Potenzial ­bisher nur bedingt gerecht. Aufgrund mangelhafter Übertragungsqualität, zu großer Zeitverzögerung und der Beschränkung auf Audio- und Videodaten wird kein Gefühl der tatsächlichen Präsenz bzw. des "Vor-Ort-Seins" erreicht. Hinzu kommt, dass bisher nur Single-User-Anwendungen unterstützt werden, obwohl gerade Multi-User-Anwendungen erhebliches Einsatzpotenzial im Bereich "Gesundes Leben2 bieten würden. Dies führt zu einer geringeren Akzeptanz solcher Systeme und einem steigenden Bedarf an neuen, innovativen Lösungen.

Neue Konzepte der virtuellen (Virtual Reality/VR) und erweiterten Realität (Augmented Reality/AR), die eine deutliche Verbesserung der Immersion bieten können, erscheinen hierbei als eine der vielversprechendsten Technologien. Das für den Durchbruch dieser Systeme im medizinischen Bereich notwendige hohe Maß an Immersion kann aber nur erreicht werden, wenn insbesondere die Haptik, die Taktilität und die Bewegungsfreiheit von Interaktionsobjekten deutlich verbessert werden. Für die Unterstützung von Multi-User-Anwendungen sind eine gleichzeitige, echtzeitnahe Positionsbestimmung mehrerer Personen sowie die Synchronisation aller Bewegungen in realer und virtueller Welt zwingend notwendig. Zum Schutz persönlicher Daten und für eine gesellschaftliche Akzeptanz müssen bei der Konzeption und Entwicklung der technischen Systeme auch ethische, rechtliche und soziale Fragestellungen kontinuierlich einbezogen werden. Diese Aspekte sind für das Vertrauen in die Privatheit und eine breite Verwendung dieser neuen Lösungen im medizinischen Bereich unverzichtbar.
Gegenstand der Förderung
Die Förderrichtlinie ist in zwei, teilweise parallele Phasen gegliedert. Nur Projekte, die sich kreativ und konstruktiv in beide Phasen einbringen, können gefördert werden.

Phase 1
dient der Förderung von Verbundprojekten mit klarem Forschungs- und Entwicklungsfokus in den oben beschriebenen Bereichen.

In Phase 2
wird die verbundübergreifende Zusammenarbeit und die realitätsnahe Evaluation gefördert. Hier geht es darum, die in Phase 1 entstehenden Demonstratoren als Gesamtsystem schon während deren Entwicklung zu evaluieren.

(Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Förderbekanntmachung
 
 

Neuigkeiten



Workshop "Ein Herz für NRW": Potenziale für Unternehmen im Bereich biohybride Medizinsysteme erschließen
Life Science Center Düsseldorf, 27. August 2018 ...mehr

Klinische Bewertung medizinischer Software
21. August 2018 in Frankfurt ...mehr

Workshop: Klinische Studien (nicht nur) für Start-ups
13. September 2018 in Aachen ...mehr

8. NRW Nano-Konferenz: Innovations in Materials and Applications
21. und 22. November 2018 in Dortmund ...mehr


Rückkehr nach Nordrhein-Westfalen: Land fördert exzellenten Forschungsnachwuchs mit 3,75 Millionen Euro
Drei junge Spitzenwissenschaftler aus der Schweiz, Kanada und England forschen künftig in Nordrhein-Westfalen ...mehr

10 Millionen Euro für den Nachwuchs in der Krebsforschung
Deutsche Krebshilfe richtet „Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum“ am CIO Köln Bonn ein ...mehr

Landesregierung legt Entwurf der Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen vor
Strategie bindet Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz, autonomes Fahren und Blockchain-Technologie ein ...mehr

Förderwettbewerb „START-UP-Hochschul-Ausgründungen“ geht in die siebte Runde
Bewerbungsschluss ist der 31. August 2018 ...mehr

Digitale Unterstützung für Pflegende: TK launcht Pflege-Coach
Digitaler Pflegekurs ...mehr

Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW: Land fördert zwölf Forschungsprojekte mit 19 Millionen Euro
Digitalisierung nutzen für neue Ideen in der Gesundheitsforschung ...mehr


Förderung von Zuwendungen für "Digitale Medien in der beruflichen Bildung in den Gesundheitsberufen (DigiMed)"
Einreichungsfrist: 19.10.2018 ...mehr

Förderung von Projekten zum Thema „Medizintechnische Lösungen in die Patientenversorgung überführen – Klinische Evidenz ohne Verzögerung belegen“
Bekanntmachung vom 17.07.2018 ...mehr

Förderung von Zuwendungen für Juniorverbünde in der Systemmedizin
Einreichungsfrist: 09.10.2018 ...mehr

Projektaufruf Forschungsinfrastrukturen.NRW
Einreichungen möglich bis zum 28.09.2018 ...mehr

Förderung von Zuwendungen für "Systemmedizinische Forschungsverbünde"
Einreichungsfrist: 26.09.2018 ...mehr

Klinischer Nutzen von Big Data Anwendungen für die Versorgung von Patientinnen und Patienten
Einreichungsfrist: 10.09.2018 ...mehr

Förderung von Zuwendungen für Demonstratoren zur Individualisierten Medizin
Einreichungsfrist: 15.08.2018 ...mehr